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Bezugssystem  
 

Um sich auf der Erdoberfläche im geodätischen Sinn orientieren zu können, benötigt man ein Koordinatensystem. In einem solchen System wird jeder Punkt (Grenzpunkt, Gebäudepunkt, Baum, Knickpunkt einer Leitung, usw.) mit x-, y- und ggf. z- Werten oder Rechts-, Hochwerten definiert. Die Werte können durch örtliche Vermessung, Luftbildvermessung und Satellitenvermessung (Global Positioning System) bestimmt werden. Die Vermessungen sind generell auf ein übergeordnetes Referenzsystem (z.B. Trigonometrische Punkte) der Landesvermessung bezogen.

Im Land Berlin gilt das Landeskoordinatensystem Soldner Berlin. Im übrigen Bundesgebiet wird dagegen überwiegend das Koordinatensystem Gauß-Krüger verwendet. Der Übergang von Koordinatenwerten von einem System in ein anderes System wird über Transformationsmethoden realisiert.

Ziel der AdV ist es in der Bundesrepublik Deutschland ein einheitliches Bezugssystem mit einem einheitlichen Bezugsellipsoiden einzuführen. Aus diesem Grund hat die AdV 1996 beschlossen im Bereich der Bundesrepublik Deutschland das European Terrestrial Reference System 1989 (ETRS 89) als einheitliches Bezugssystem einzuführen. Für die ebene Abbildung der in dem Bezugssystem ermittelten Koordinaten soll ebenfalls einheitlich die Universale Transversale Mercator Projektion (UTM) als Referenzsystem verwendet werden.

 

BINF  
 

Mit diesem Operationsschlüssel werden in der EDBS allgemeine Informationen zum Auftrag übermittelt.

 

BIO Besondere Information
 

Besondere Informationen zu einem Objekt. Die für ein Objekt geforderten bzw. zugelassenen BIO sind im OBAK der jeweiligen Anwendung nachgewiesen.

Beispiel: Eine besondere Information ist z.B. der Objektname oder weitere Objektausgestaltungen, wie Durchfahrten, Geschoßwechsellinien, usw.

 

BKRT  
 

Beschreibt das Einbettrechteck als Operationsschlüssel innerhalb der EDBS. In dem hier angegebenen Bereich werden die Daten ausgelesen und übertragen.

 

BSPE Benutzung Speichereinheit Element
 

In diesem Format der EDBS wird der Inhalt der Datenbank speichereinheitenweise ausgelesen, ohne dabei die Objektzugehörigkeit der Elemente zu berücksichtigen. So kann es in Randbereichen dazu kommen, daß die Geometrie nicht bearbeitet werden kann, da nicht das gesamte Objekt ausgelesen wurde. Die Daten sind in diesem Format redundanzfrei. BSPE-Daten werden z.B. für Fortführungszwecke an einen VT abgegeben. Daten in diesem Format können nicht für den Aufbau von BZSN-Verfahren verwendet werden.

 

BSPO Benutzung Speichereinheit Objekt
 

In diesem Format der EDBS wird der Inhalt der Datenbank objektweise ausgelesen.

 

BZSN Bezieher Sekundärnachweis
 

Innerhalb der Verfahrenslösung ALK realisiertes, automatisiertes, objektorientiertes Fortführungsverfahren zur Aktualisierung von Sekundär(Zweit)-Datenbeständen bei Nutzern der ALK. Dabei werden nur die seit der Ersteinrichtung im Primär(Erst)-Datenbestand geänderten Objekte automatisiert übertragen. Die Datenbank des Nutzers wird generell in der Reihenfolge: 1. altes Objekt löschen, 2. neues Objekt eintragen fortgeführt.

Die im Sekundärdatenbestand durchzuführenden Operationen werden mit Hilfe von Operationsschlüsseln in der EDBS übertragen. Für den Aufbau von BZSN-Verfahren dürfen nur die Operationsschlüssel FEIN und FLOE verwendet werden.

Für jeden Nutzer wird beim Datenlieferanten ein kundenspezifisches Nutzerprofil geführt, in dem der Zeitpunkt der Ersteinrichtung, welche Folien/Objekte geliefert werden und das gewünschte Aktualisierungsintervall festgehalten sind. In einer Fortführungsliste werden alle Änderungen systemseitig gesammelt und zum vereinbarten Zeitpunkt an den Nutzer übertragen bzw. auf Datenträgern zur Verfügung gestellt.

Die in diesem Verfahren übernommen Daten dürfen durch den Nutzer nicht verändert werden, da dadurch der automatisierte Verfahrensablauf nicht mehr funktioniert. Würde der Nutzer ein Objekt löschen, würde bei der Fortführung der Operationsschlüssel FLOE seine Aufgabe nicht erfüllen können, da das Objekt mit dieser Nummer nicht mehr im Datenbestand vorhanden ist. Der gesamte Einspielvorgang der Aktualisierungsdaten würde abgebrochen werden.

Das BZSN-Verfahren kann auch für Fachanwendungen der Nutzer angewendet werden, die ihre Fachdaten (Geometrien) nach dem Ansatz der Verfahrenslösung ALK aufgebaut haben und diese Fachgeometrien ihrerseits anderen Nutzern überlassen wollen.